Grundschule Bad Mergentheim

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Coding-Workshop in der 3. Klasse - ein voller Erfolg


Hintergrund:

Im Rahmen der MINThoch4-Treffen war auch die Jugendtechnikschule durch ihre Leitung vertreten. Im persönlichen Gespräch mit Frau Iris Lange-Schmalz zeigte sich die Möglichkeit Fördergelder für eine Teilnahme an Angeboten der Jugendtechnikschule für Schulen in Bad Mergentheim in Anspruch nehmen zu können. Im Sinne des neuen Bildungsplanes nahmen wir sofort die Gelegenheit war, den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 3 tiefere Einblicke und Erfahrungen mit neuen Medien zu sammeln, die so bisher noch nicht im Schulalltag zu finden waren. Die MINThoch4-Region – bestehend aus den Kommunen Assamstadt, Bad Mergentheim, Igersheim und Weikersheim übernahm die Finanzierung. Vielen Dank an dieser Stelle! So konnte die Möglichkeit wahr werden.


Ablauf:

Was ist eigentlich Coding?:

Die Klassen 3a und 3b kamen jeweils am 6. März 2020 in den Genuss eines „Coding – Workshops“.

„Was ist Coding?“, kam bei den Kindern vorab die Frage auf. Neugierig aber auch etwas unsicher gingen Sie mit dem Wissen, es gehe darum einen Computer zu programmieren, in die Doppelstunde.

Frau Baier, Dozentin der Jugendtechnikschule, begann den Workshop mit dem Erfassen von Vorerfahrungen im Umgang mit Computern im Allgemeinen und von eventuellen Kenntnissen der Schülerinnen und Schüler, welche zu programmieren. Es zeigte sich, dass vor allem die Eltern, weniger die Kinder selbst, täglich ihre Handys und viele auch den Computer nutzen. Bekannt war den Kindern auch, dass es Autos geben wird, die ohne Fahrer einparkenden können…

Was aber dahinter steckt, dass diese Geräte ihre Dienste ausführen können, war unbekannt. Den Schülerinnen und Schülern wurde in diesem Workshop eine Welt eröffnet, die sie so noch nicht kannten.

Wichtig für das Hineinversetzen, war es, eine Computersprache zunächst am eigenen Körper zu spüren. Spielerisch konnten die Kinder erleben, dass es in dieser neuen Welt um Befehle mit Auswirkungen ging. Befehle, die nicht umgesetzt wurden, führen nicht zum Ziel. Die Kinder verstanden auf diese Weise sehr schnell, dass sie abhängig von zuvor festgelegten Zeichen waren um agieren zu dürfen und auch, dass das eigenständige Denken bei den Befehlsempfängern kein Thema mehr sein sollte. Wiederum erfuhren Sie die Macht, die dahinter steckt, wenn der/die andere nur das tut, was ihm/ihr per Zeichen vorgegeben und umgesetzt wird.

Schnell wurde den Schülerinnen und Schülern klar, dass man für die Arbeit Rahmenbedingungen festlegen und einhalten muss, sodass keine „Unfälle“ entstehen. Alle erlebten hautnah, dass sich der Roboter durch die Ausführung der Befehle unterordnen muss und andererseits der Programmierer sich an die Rahmenbedingungen halten muss, um das zuvor bestimmte Ergebnis zu erzielen. In einer abschließenden Wettbewerbssituation, begriffen die Kinder unter großem Ehrgeiz, dass beim Programmieren höchste Konzentration notwendig ist, um schneller als die Mitbewerber zu sein.


Erste Erfahrungen mit dem Programmieren:

Mit diesen Körpererfahrungen gewannen alle ein tiefes Grundverständnis für die nun anstehende Arbeit und waren somit startklar, einen echten kleinen Computer selbst zu programmieren.

Ein kleiner Roboter in der Optik einer Biene wurde vorgestellt. „Wie süß?“, reagierten viele. In Kleingruppen durften die Kinder nun auf einer bildreichen Rastermatte der Biene einfache Wegvorgaben einprogrammieren und beim Laufenlassen der Biene sofort beobachten wie vollständig die Eingabe war. Kam die Biene auch wieder an ihren Ausgangspunkt zurück? Wieder erkannten sie, dass Genauigkeit und Konzentration wichtig war.

Schrittweise erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler mit hoher Motivation die Komplexität einer Programmierung. Nun wurde auch vorausschauendes Denken gefordert. Denn die Befehle wurden nun nicht mehr sofort ausgeführt, sondern es musste eine Befehlskette mit weiteren  Aufgaben für die Biene erstellt werden. Viele Kinder wunderten sich, was die kleine Biene tat im Vergleich zu dem, was sie eingegeben hatten.

Das war ein riesen Spaß für die Kinder zu sehen, dass die Biene den Anweisungen folgte und doch nicht. Da kam bei allen große Motivation auf noch genauer zu programmieren. Alle Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich und unüberhörbar  viel Freude und Erfolge mit dem süßen Roboter. Dass dieser nur den Code verstand, der ihm zuvor eingegeben wurde, war keine Frage mehr.

Die Kinder wollten nicht mehr aufhören und sie wollten gerne auch noch weitere Aufgaben mit in das Programmierprogramm mit aufnehmen. Wir mussten leider die erkenntnisreiche Zeit beenden mit der Aussicht auf einen weiteren Kurs zu diesem Thema.

Im Anschluss an den Workshop haben die Kinder ihre Erfahrungen und Beobachtungen schriftlich reflektiert.


Hier nur einige Zitate der vielen aussagekräftigen Aussagen:

 

„Ich fand den Unterricht sehr, sehr toll. Der Unterricht wurde super von Frau Baier geleitet. Mir hat es sehr gefallen, dass ich meine Partnerin programmieren durfte. Mir hat es gefallen, dass wir Menschen steuern durften. Wir konnten Spiele spielen, das fand ich super! Das Roboter-Wettrennen fand ich echt spannend.

 


Mir hat es sehr gefallen, dass Sie einen Bienchen-Roboter mitgebracht haben und wir diesen selbst programmieren durften. Dabei habe ich gelernt wie man einen Roboter steuert und wie leicht das geht.


Das Spiel mit dem Bienchen fand ich am besten. Ich habe gelernt, wie man einen Roboter programmiert. Mich hat es überrascht, dass es so schwierig war, die Roboter-Biene von Wort zu Wort zu steuern. Einmal ist die Biene vom Wörterteppich runter gefahren und auf einem anderen Weg wieder zurück gekommen. Da merkte ich sofort, dass ich beim Programmieren etwas vergessen hatte.

 

 

Ich würde gerne noch mehr über das Programmieren wissen. Was ich noch lernen möchte: Wie es geht, dass der Roboter malen kann… Es hat mich fasziniert, dass der Roboter über Knopfdruck funktioniert und er dann „schwupps“ mein Ziel ansteuert.

 

 

Ich hatte immer Angst vor Robotern. Aber in dem Workshop habe ich gelernt, dass ich der Boss bin und dass ich deswegen keine Angst vor Robotern zu haben brauche. Mich hat es fasziniert, dass die Roboter nur auf mich hören.

 

 

 

Mir hat es viel Spaß gemacht. Nun habe ich eine genauere Vorstellung wie Computer funktionieren. Ich habe gelernt, dass man alles am Roboter steuern kann.

 

 

 

Ich freue mich schon auf das nächste Mal Programmieren mit Frau Baier! Sie haben uns viel beigebracht. Bitte kommen Sie wieder.“


Fazit:

Alle Kinder haben viel gelernt und viel Freude an den Aufgaben gezeigt!

Wir bedanken uns sehr für die wunderbare Erfahrung durch die Finanzierung von MINT hoch4 und bei der Jugendtechnikschule für das Angebot von Frau Iris Lange-Schmalz, sowie im Besonderen bei Frau Baier für die erfolgreiche, kindgemäße Umsetzung.

Das finanzielle Entgegenkommen wird uns wahrscheinlich neben der Klasse 3c und 3d auch noch je einen weiteren, sich anschließenden und vertiefenden Kurs ermöglichen.


Wir hoffen auf ein Weiteres mal! Dann haben wir einen außerschulischen Lernort hinzugewonnen!


Wir bedanken uns schließlich noch bei den Kindern für ihre Neugier, ihre Konzentration und ihr Interesse dieses Thema weiter verfolgen zu wollen.


Ute Wertsch

Klassenlehrerin der 3b

P.S.: Sollten wir diese Kurse etablieren können, sind wir auf Fördergelder angewiesen.




 

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